Nach der Gemeinderatssitzung am 9. Dezember 2025 war die Verwirrung in Mattersburg groß: der Architektenwettbewerb für ein neues Rathaus am „Pucher“-Areal wurde demnach aus Einsparungsgründen gestoppt, das neue Rathaus soll „kleiner“ ausfallen. Ob und wann es gebaut wird, ist nach Aussagen von Bürgermeisterin Claudia Schlager und Vizebürgermeister Thomas Nikles unklar (s. die Berichte in Krone, Bezirksblätter und BVZ).
Wir haben vor eineinhalb Jahren vor einem Schildbürgerstreich und Steuergeldverschwendung gewarnt – unsere Befürchtungen haben sich leider bewahrheitet (unsere aktuelle Pressemitteilung hier). Vor eineinhalb Jahren waren die Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft zum Verkauf der „Pucher“-Areals bekannt geworden. Die Stadt war sich damals noch gar nicht sicher, wo das Rathaus gegebenfalls gebaut wird (unsere Pressemitteilung von Mai 2024 hier).
Für die Bürgerinitiative stellen sich nun eine Reihe von Fragen: Wieso braucht es für ein kleineres Rathaus keinen Architektenwettbewerb, keine neuerliche Ausschreibung? Welche Vereinbarung hat die Stadt mit dem Bauträger und Grundstückseigentümer BWSG? Und wie geht es weiter mit dem Pucher-Areal? Außerdem: welche Folgen hat das „Sparbudget“ 2026 für die Stadt?
Am besten besprechen läßt sich das unserer Meinung nach in einer Gemeindeversammlung (s. §5 ff. Gemeinde-Volksrechtegesetz), die von der Bürgermeisterin einberufen werden kann. Die Stadt muss sparen, das verstehen wir – keinesfalls sparen sollte sie aber bei der ausführlichen Information und den Mitsprachemöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger!